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Zweiter Akt
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Der Zweite Akt, eine dramatische Handlungseinheit von ca. 60 Minuten oder 60 Drehbuchseiten, beginnt nach der Peripetie oder Plot Point I. Er steht unter dem Stern der Konfrontation, der eigentlichen Handlung. Beide Hälften des Zweiten Akts gliedern sich um den Confrontation Point, dem Höhepunkt, bei dem die Heldin, der Held eine gänzlich neue Begegnung oder Erfahrung machen, oft in Form des größten Glücks oder schlimmsten Unglücks, das sie sich vorstellen können, von dem aus alles beschleunigt auf die Katastrophe (Plot Point II) zuläuft, die den Zweiten Akt beendet und in den Dritten Akt mündet (magische Werkzeuge). Der Zweite Akt besteht aus ca. 28 – 30 Szenen – sehr viel Stoff und Konflikte müssen entwickelt werden! – ca. 14 oder 15 vor dem Confrontation Point, ca. 14 oder 15 danach, die man in bis zu zwei Sätzen auf jeweils einer Karteikarte festhalten kann.
Im Zweiten Akt wird der Hauptfigur das handlungsentscheidende Hindernis in den Weg gelegt, nachdem sich im bisherigen Verlauf die Hindernisse in schneller Abfolge gesteigert haben. Der Höhepunkt ist ein Beschleunigungspunkt, der die Geschichte in eine neue Richtung treibt. Die Höhepunkte steigern sich. Hätte eine Story nur zwei Höhepunkte, läge der erste in der Mitte und der zweite, höchste, in der Katastrophe. Peripetie, Plot Point I, und Katastrophe, Plot Point II, hängen thematisch miteinander zusammen. Die Peripetie bedingt die Katastrophe.
Die Konfrontation, die durch die Peripetie ausgelöst wurde, wird in der Katastrophe gelöst. Vorteilhaft ist es, die Entscheidung vor diesem absoluten Höhepunkt durch Hinausschieben aufzuhalten. Denn die Katastrophe bedeutet die Klärung des Ziels unserer Hauptfigur aus dem Ersten Akt. Somit können inmitten höchster Schwierigkeiten auch Glücksgefühle erlebt werden.
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