Mrz
20

Epilog

Abriss einer Dramaturgie, Aktuell, Audio

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Durch die Dialoge erzählen Sie Ihre Geschichte und Ihre Haltung dazu, den Point of View (POV). Sie charakterisieren Ihre Figuren, deren Herkunft und Bildungsgrad (d. h. ihren Jargon), deren Wahrhaftigkeit, Absichten, Humor usw. Eric Rohmer sagte, er lasse seine Figuren immer lügen und treibe damit die Handlung voran. Das ist ein Beispiel für den indirekten Dialog, der meist spannender, weil wahrhaftiger als der direkte Dialog wirkt: die Emotionen werden unterdrückt, um sie wird – wie um schwierige Situationen – herum geredet (SUBTEXT), das Handeln widerspricht dem Gesagten usw.

Aber die Handlung, der Plot eines Films, drückt sich in Bildern, nicht durch Dialoge aus! Schreiben Sie in Bildern jenseits von Klischees, je frischer und innovativer, desto besser! Hauchen Sie den Dingen Leben und Bewegung ein, indem Sie die Dinge in Verbindung mit Jahreszeiten, Orten und Landschaften setzen oder durch Anthropomorphismen einfärben.

Theaterstücke und Hörspiele entfalten ihre Handlung in den Dialogen. Hier dürfen und müssen Sie die Kunst der Dialogführung pflegen.

Last but not least: “Ängstliche, unerfahrene Autoren gehorchen Regeln. Rebellische, ungeschulte Autoren brechen Regeln. Künstler meistern die Form.” (Robert McKee).

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